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JANUAR im Kleinmannihaus

December 29, 2017

 

 

In diesem Monat gibt es noch einige, wenige Regengüsse. Im natürlichen Habitat sinkt die Lufttemperatur nachts auf durchschnittlich 9°C, am Tag steigen sie wieder auf knappe 18°C an. Die Sonne scheint jedoch kraftvoll vom Himmel und bringt die Tiere auf ihre bevorzugte Temperatur von etwa 30°C (am Carapax gemessen). Bei dieser Temperatur werden die kleinen Ägyptischen Landschildkröten richtig aktiv.
Im kleinen künstlich nachgeahmten Lebensraum, dem Terrarium, sollte man möglichst ebenso naturnahe Bedingungen schaffen. Ich selbst senke die Nachttemperatur im Januar auf durchschnittliche 13°C herunter und gönne ihnen unter Tags angenehme 20°C. Unter den Lampen ist es selbstverständlich viel Wärmer, so können sich die Tiere morgens bereits gut aufwärmen um danach ihrem Tagesgeschäft – fressen, fressen und noch einmal fressen - nachzugehen.
Die Luftfeuchtigkeit ist recht hoch. Diese halte ich zwischen 60 und 70%.
Zu Fressen finden die Tiere jetzt reichlich. In der kleinen „wandernden Oase“ wird ordentlich gesät und gegossen. Dort sprießen allerlei Wildkräuter und Sprossen heran, die von meinen Kleinmannis abgeäst werden. Auch die im Herbst eingepflanzten, von „Un“kraut überwucherten Grassonden, sind zu stattlichen Pflanzen herangewachsen.

 


Zusätzlich nehmen die Tiere gerne auch geraspelte Karotten, einige, mit der Wegwarte verwandten Salatsorten, den unter Golliwoog bekannten Schönpolster, frische, auf der Fensterbank gezogene Sprossen und die letzten Blüten vom Weihnachtskaktus, auf.

 


Um den Wasserhaushalt der Tiere auch sicher aufrecht zu erhalten, setze ich sie in diesem Monat bis zu zwei Mal in handwarmes Wasser. Diese Bäder genießen meine Tiere und sie scheiden dabei die cremig weißen Urate aus.
Auch wenn die Nahrungsaufnahme im Januar immer noch eine große Rolle spielt, so beginnt nun noch ein weiterer, für den Arterhalt wichtiger Akt: die Paarungszeit hat begonnen.

 


Auf der Suche nach einem paarungsbereiten Weibchen stapft das Männchen aufgeregt durch sein Revier. Nur wenn das Weibchen zur Paarung auch bereit ist, kann das Männchen in sie eindringen. Will das Weibchen nicht so verschließt sie, mit ihren beweglichen Plastron-Hinterlappen ihren hinteren Panzerteil so weit, dass das Männchen keine Chance hat.  Dem beharrlichen Werberitual des charmanten Männchens kann im Januar jedoch kaum ein Weibchen widerstehen. Bereitwillig stellen sie ihre Hinterbeine hoch um dem Männchen die Paarungsbereitschaft zu signalisieren.

 

Langeweile gibt es um diese Jahreszeit nicht im Reich der kleinen Ägyptischen Landschildkröten.

 

 

 

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