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Jetzt beginnt die Legezeit

March 21, 2018

Langsam neigt sich der März dem Ende zu. Immer noch werden die Futterpflanzen, die ich im Herbst im Garten gesät habe, von einer dicken Schneedecke bedeckt. Es war ein langer, schneereicher und frostiger Winter.
Im Kleinmannihaus kümmert sich jedoch niemand darum. Zwar sinken die Nachttemperaturen immer noch an die 15 °C, unter Tags, sobald die Sonne das Glashaus aufheizt, steigt die Lufttemperatur jedoch rasch auf 25°C.
In den vergangenen zwei Wochen scheint das Männchen sein Interesse an den weiblichen Tieren endgültig verloren zu haben. Alle liegen faul in der Sonne, fressen, trinken und ziehen sich bereits am Nachmittag in ihre Verstecke zurück - was für ein herrliches, faules Schildkrötenleben!


Seit vorgestern hat sich jedoch etwas verändert: Die Weibchen sind wie aufgedreht. Unruhig rennen sie über den lehmigen Sandboden, fressen nur wenig und bleiben immer wieder stehen um die Erde zu beschnüffeln.

 
Es besteht kein Zweifel, die Weibchen sind trächtig und suchen nach einem geeigneten Ablageplatz.

Schon seit einigen Jahren darf ich dieses Verhalten bei meinen Ägyptischen Landschildkröten beobachten, dennoch freue ich mich jedes Jahr aufs Neue über dieses Schauspiel.
Obwohl alle meine Kleinmanniweibchen seit Jahren immer denselben Platz für ihre Nistgrube beanspruchen, begeben sie sich wenige Tage vor der Eiablage auf Wanderschaft.
Immer wieder bleiben sie stehen und blasen mit ihren Nüstern über den Boden. Nicht selten beobachte ich, dass ein Tier vom Bodensubstrat kostet. Der richtige Platz erkoren die Tiere wohl mit all ihren Sinnen.
Nach dieser großen Unruhe scheint sich meine Sharin als erste entschieden zu haben. Wie immer, hat sie die tiefste Steinhöhle auserkoren. Diese Höhle wurde aus einer etwa 60 cm langen  und 8cm dicken Scheinplatte gebaut. Der Stein wurde so eingesetzt, dass sich eine, nach hinten abfallende, etwa 50cm tiefe Höhe ergibt. Davor hängt ein 150 Watt Metalldampfstrahler der für eine ordentliche Bodentemperatur, von fast 40°C, sorgt. Die Tiere legen ihre Nistgrube jedoch immer in der Höhle an. Dort ist der sandige, mit etwas Erde und nur wenig Lehm gemischte Boden wesentlich kühler und immer ein wenig feucht.

 

 

Mit den Vorderbeinen Beginnt das Kleinmannimädchen die Grube vor zu graben. Dann dreht sie sich in der Mulde um und gräbt mit den Hinterbeinen weiter. Das kann schon einige Stunden in Anspruch nehmen. Erst wenn die Grube tief genug ist werden die hartschaligen Eier durch die schmale Kloake gepresst.  Dank des beweglichen Plastronhinterlappen schaffen es die kleinen, rundlichen Eier gerade durch die Öffnung.

 

 
Drei Eier liegen jetzt in der Grube, welche sie mit den Hinterbeinen geübt wieder verscharrt.

Nun hat sie für ihre Nachkommenschaft  gesorgt und verlässt, vertrauend auf das richtige Klima, den Ablageplatz.

 

Noch ein bis zwei Mal, wird sie heuer diese Prozedur wiederholen, erst dann darf sie sich im Schatten der Höhle und der verdorrten überhängenden Gräser, zu einer  Ästivation zurückziehen.

Jetzt aber warten saftige, frische Wildkräuter auf sie – die hat sie sich auch wirklich verdient.

 

www.kleinmanni.at

www.landschildkroeten-forum.eu   für interessierte Halter gibt es in diesem Forum eine eigenen Rubrik für Testudo Kleinmanni

 

 

 

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