Vermehrung

 

Um auf Nachwuchs hoffen zu können gilt es ein adultes weibliches und ein ebenso ausgewachsenes männliches Tier zusammen zu bringen. Üblicherweise begreift das Männchen sehr rasch was es tun soll, sobald er ein paarungsbereites Weibchen wittert. 
Im Alter von 7 Jahren kam es bei meinen Tieren zur ersten Paarung, die noch im selben Jahr Erfolg brachte.
Es gibt Berichte, nach denen wachsen Testudo kleinmanni derart rasant heran, dass sie sich bereits mit drei Jahren reproduzieren.
Bei meinen Tieren kann ich ein so schnelles Wachstum nicht beobachten, wenn auch der Größenunterschied unter gleichaltrigen Tieren durchaus weit auseinanderklaffen kann.
Mit fünf Jahren wog mein schwerstes Weibchen gerade 100g. Da kann man das Geschlecht schon gut erkennen, die Tiere selbst zeigen jedoch noch kein geschlechtsspezifisches Verhalten.

Paarung

 

Bald nach der Trockenruhe beginnt die Paarungszeit.
Dabei umwirbt das Männchen seine Weibchen und versucht sie durch Umkreisen zum Stehen bleiben zu bringen. Mein Männchen geht da besonders behutsam vor.
Ist das Weibchen willig, so besteigt er sein Weibchen von hinten und schiebt seinen Penis, den er ansonsten in seinem Schwanz verborgen hält, dem weiblichen Tier in die Kloake. Dabei stülpt das Weibchen die Klitoris heraus. So sind beide Tiere fest miteinander verbunden. Durch Rammstöße pumpt das Männchen seine Spermien so in die weibliche Kloake. Dabei gib er zirpende Geräusche von sich.
Ich selbst beobachte nur selten eine Paarung. Anders als bei meinen europäischen Arten ist das Männchen nie aufdringlich.

Generell empfinde ich T. kleinmanni als extrem friedlich und „Gesellschaftstauglich“

 

Im Frühling, meistens Anfang April, findet bei meinen Weibchen die erste Eiablage statt. Bisher konnte ich noch nie mehr als 3 Gelege mit 1-3 Eier pro Gelege beobachten.   
Sehr versteckt, am Eingang einer Höhle, hob das Weibchen, an einem sonnigen Apriltag die Nistgrube aus.  Als ich die Ablagestelle vorsichtig öffnete fand ich zwei, erstaunlich große Eier.  Mir ist es immer wieder ein Rätsel, wie diese Eier in einem so kleinen Tier Platz und durch eine so kleine Kloakenöffnung den Weg hinaus finden können. Trotz dem beweglichen Hinterlappen scheinen die Eier rein optisch in keinem Verhältnis dazu zu stehen.

Inkubation und Schlupf

 

Wie bei allen meinen Landschildkrötenarten versuche ich die Eier möglichst nach dem Vorbild der Natur zu zeitigen. Ich inkubiere diese komplett vergraben in einem Sand- Lehmgemisch, welches ich gleich vom Ablageplatz nehme. Um einen möglichst guten Luft und Feuchtigkeitsaustausch erzielen zu können verwende ich, eine getöpferte Brutdose, die ich nur sehr niedrig gebrannt habe. So bleibt das Gefäß porös, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt diese auch wieder ab. Nachdem ich im Internett schon seit einigen Jahren die Temperaturen der verschiedenen Habitats-Länder beobachte, habe ich mich für eine durchschnittliche Inkubationstemperatur von 31,5° C entschieden. Wobei ich mittels Nachtabsenkung die nächtlichen kühleren Phasen nachahme.

Bei dieser Methode schlüpfen die Jungtiere zwischen dem 70. und 90.Tagen.

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